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Kriminalität

Nach Vergewaltigung: Ermittlungen gegen Ärzte

Bielefeld (dpa/lnw) - Im Fall eines Mediziners, der Patientinnen in einem Bielefelder Krankenhaus vergewaltigt haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei weitere Ärzte. Dem Chefarzt und dem Oberarzt werde Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Das «Westfalen-Blatt» hatte zuvor über die Ermittlungen berichtet.

dpa

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd

Der Kollege der beiden Ärzte hatte im September in der Untersuchungshaft Suizid begangen. Zuvor war bekannt geworden, dass der Neurologe im Juli und September 2019 zwei Frauen betäubt und sexuell missbraucht haben soll. Die Taten soll der 32-Jährige gefilmt haben. Eine der Frauen erstattete Anzeige und brachte damit die Ermittlungen ins Rollen. Der Mann war als Assistenzarzt in der Evangelischen Klinik Bethel tätig.

Die Mediziner, gegen die nun ermittelt wird, sollen konkrete Hinweise von Patientinnen nicht beachtet haben. Ob es weitere Opfer gibt, sagte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

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