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SPD und Grüne fordern Bericht des Hochschulministeriums

Noten-Affäre setzt Laschet zu

Düsseldorf

Die zweifelhafte Notenvergabe von CDU-Landeschef Armin Laschet an der RWTH Aachen wird zum Fall für den Wissenschaftsausschuss im Landtag. SPD und Grüne fordern einen Bericht des Hochschulministeriums. 

Fabian Klask

CDU-Bundesvize Armin Laschet ist wegen Unstimmigkeiten bei der Vergabe von Klausurnoten an der RWTH Aachen unter Druck geraten. Foto: dpa

„Wir sehen noch eine Reihe von offenen Fragen, die Herr Laschet umgehend klären muss. Das ist er den Studierenden, aber auch der RWTH schuldig“, sagte Grünen-Fraktionschef Mehrdad Mostofizadeh am Dienstag. Sein SPD-Kollege Norbert Römer sah das Renommé der Elite-Uni beschädigt.

Laschet kämpft dagegen um seine Reputation und verteidigt sein Vorgehen: Nachdem klar gewesen sei, dass die korrigierten Klausuren auf dem Postweg an die RWTH verschwunden seien, habe er als Lehrbeauftragter den Studenten eine neue Prüfung ersparen wollen. Laschets Lösung: eine „Rekonstruktion“ der Noten anhand seiner Notizen und „der Unterlagen der Ko-Korrektorin“. Dabei könnten Studenten benotet worden sein, die die Klausur gar nicht mitgeschrieben hatten. Im Europastudiengang hatte das für Unruhe gesorgt.

Grundsätzlich habe er sein Vorgehen frühzeitig mit dem Studiengang abgestimmt, bekräftigte Laschet. Die Uni blieb allerdings bei ihrer Darstellung, Laschet habe „noch vor der Rücksprache mit dem Prüfungsausschuss“ die neuen Noten vergeben. Welche Absprache es mit anderen Mitarbeitern gegeben habe, sei nicht mehr feststellbar, sagte eine Sprecherin.

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