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NRW-Handwerk: Lage der Branchen sehr unterschiedlich

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die Pandemie trifft das nordrhein-westfälische Handwerk unterschiedlich. Während die Baubranche boomt, kämpfen andere Gewerke um ihre Existenz. Trotzdem rechnet das NRW-Handwerk insgesamt mit einem Umsatzplus.

Von dpa

Pandemie, Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel: Nordrhein-westfälische Handwerksbetriebe stehen zur Jahreswende vor großen Herausforderungen. Die Lage der einzelnen Branchen sei sehr unterschiedlich, sagte der NRW-Handwerkspräsident Andreas Ehlert am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. Dennoch erwarte das NRW-Handwerk für 2021 über alle Gewerke eine Umsatzsteigerung von 2 Prozent auf 141,2 Milliarden Euro. Dies sei vor allem getragen vom Boom des Baugewerbes - und belastet von Gewerben, die Umsatzverluste erlebt hätten. Die Zahl der Beschäftigten sei voraussichtlich um ein halbes Prozent auf 1,19 Millionen zurückgegangen.

Die Baubranche profitiere weiter von einer hohen Nachfrage und einer hohen Auslastung, betonte Ehlert. Der Fachkräftemangel sei eine Wachstumsbremse. Zudem stünden Betriebe des Ausbaugewerbes vor strukturellen Herausforderungen durch Lieferkettenprobleme. «Mit großer Sorge» blicke er auf personennahe Dienstleister wie Kosmetiker oder Friseure. Diese würden unter den Corona-Einschränkungen massiv leiden.

Trotz der Pandemie ist das Gründungsgeschehen in zulassungsfreien Gewerken laut Ehlert «dynamisch». Insgesamt sei die Zahl der Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen 2021 um mehr als 1000 auf rund 196 000 angestiegen.

Für das laufende Jahr rechnet der Handwerkspräsident mit einem Umsatzplus von insgesamt etwa 3,5 Prozent. In Hinblick auf die Corona-Politik sagte er: «Es ist gut, dass jetzt die Quarantäne-Regeln für Geimpfte erleichtert wurden.»

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