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NRW-Landtagspräsident Kuper brachte Hilfsgüter in Ukraine

Düsseldorf (dpa/lnw)

Nordrhein-Westfalens Landtagspräsident André Kuper hat zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Rietberg Hilfsgüter für ein Krankenhaus in Lwiw in die Ukraine gebracht. Kuper fuhr bereits vergangenes Wochenende als Privatperson in einem Konvoi aus drei Transportern in die von dem russischen Angriffskrieg erschütterte Ukraine. Die medizinischen Hilfsgüter seien auf einem Parkplatz hinter der Grenze übergeben worden, schrieb Kuper auf seiner Facebook-Seite. Das ukrainische und polnische Generalkonsulat hätten geraten, nicht bis zu dem Krankenhaus im westukrainischen Lwiw zu fahren.

Von dpa

André Kuper, Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags. Foto: Federico Gambarini/dpa

Kuper zeigte sich erschüttert von den chaotischen Bildern hinter der Grenze, wo sich Fahrzeuge mit verzweifelten Flüchtlingen kilometerlang aus Richtung Kiew und Lwiw in Richtung Polen stauten. Den Leiter des Sheptytsky Hospitals, Andriy Lohin, trafen die Helfer auf einer Raststätte. Viele schwerkranke Kinder und Verwundete kämen bei ihm an, berichtete er. Er brauche dringend mehr Unterstützung. Nach drei Stunden hätten sie die Ukraine wieder verlassen - «mit extrem schlechtem Gewissen, viele andere hilflos zurücklassen zu müssen», schrieb Kuper.

Nur wenige Stunden nach der Rückreise der Gruppe nach Polen war es auf ukrainischer Seite rund 20 Kilometer von der Grenze entfernt zu einem russischen Raketenangriff gekommen. Bei der Attacke auf den Truppenübungsplatz Jaworiw wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 35 Tote und 134 Verletzte gezählt.

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