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Energie

NRW-Minister sieht Fortschritt bei Gasimporten aus Belgien

Düsseldorf (dpa/lnw)

In der Gaskrise dringt die NRW-Staatskanzlei darauf, dauerhaft höhere Gasimporte aus Belgien möglich zu machen. Diese Infrastruktur soll perspektivisch auch für Wasserstoff genutzt werden können. Beim Ausbau der Lieferkapazitäten gibt es einen neuen Zwischenstand.

Von dpa

Bei den Bemühungen um mehr Gasimporte aus Belgien sieht Nordrhein-Westfalens Europaminister Nathanael Liminski einen Fortschritt, der nach seiner Ansicht aber noch nicht ausreicht. «Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Monaten intensiv dafür eingesetzt, dass die Bundesregierung bei der Gasversorgung nicht nur nach Norden schaut, sondern auch nach Westen», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

«Deshalb ist es gut, dass die Bundesnetzagentur jetzt in einer Auktion unseren belgischen Partnern zusätzliche Einspeisekapazitäten in das deutsche Netz zur Verfügung gestellt hat», erklärte er. Rund neun Millionen Kilowattstunden aus Belgien könne man nach seinen Worten dadurch in Deutschland zusätzlich sicherstellen. Das sei ein echter Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Preisstabilisierung. Aber diese Lösung ist nach seinen Angaben nur befristet bis Oktober.

«Gerade für den nächsten Winter brauchen wir eine langfristige Lösung. Unsere belgischen Partner brauchen Verlässlichkeit bei der Abnahme und unsere Unternehmen Planungssicherheit», sagte Liminski, der auch Chef der Staatskanzlei ist. Hier müsse die Bundesregierung langfristige Klarheit schaffen. Die Partnerschaft für Flüssiggas und Wasserstoff aus dem Westen sei ein wichtiger Beitrag, um so schnell wie möglich von fossiler Energie aus Russland unabhängig zu werden.

Nach Darstellung der NRW-Staatskanzlei sichern die neun Millionen Kilowattstunden im Zuge der Auktion die bereits deutlich hochgefahrenen Gaslieferungen aus Belgien in den kommenden Monaten. Die Zeelink-Pipeline, die das Flüssiggas-Terminal Zeebrügge mit dem Westmünsterland verbindet, sei auf eine durchschnittliche Kapazität von 22 Millionen Kilowattstunden im Jahr ausgelegt. In der Spitze flössen bis zu 35 Millionen Kilowattstunden nach Deutschland.

Im Gespräch ist ein Ausbau der Zeelink-Pipeline auf belgischer Seite. Damit könnte deren Kapazität nach früheren Angaben der Staatskanzlei dauerhaft auf ein solch höheres Lieferniveau ausgebaut werden.

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