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NRW-Start-ups sammeln mehr Kapital ein

Frankfurt/Main (dpa)

Im vergangenen Jahr haben Start-ups goldene Zeiten erlebt: Bei Investoren saß das Kapital locker. Mit dem Ukraine-Krieg, dem Börseneinbruch und der Zinswende hat sich nun das Blatt gewendet. Noch aber fließt viel Geld.

Von dpa

Start-ups aus Nordrhein-Westfalen kommen einer Studie zufolge besser durch das derzeit schwierige Marktumfeld als Firmen in anderen Teilen Deutschlands. Zwar gab es im ersten Halbjahr 2022 nur 52 Finanzierungsrunden für Start-ups in NRW und damit sieben weniger als im Vorjahreszeitraum, wie aus einer am Freitag veröffentlichen Studie der Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Dabei wurde aber deutlich mehr Risikokapital eingesammelt als zuvor - und zwar 211 Millionen Euro. Das waren 40 Millionen Euro mehr als in der ersten Hälfte 2021. In Berlin und in Bayern, wo Start-ups eine viel größere Rolle spielen, brachen die Investitionen hingegen ein.

Geld einholen konnten zum Beispiel die Cyber-Sicherheit-Firma SoSafe und das Künstliche-Intelligenz-Unternehmen Cognigy aus Düsseldorf. «Es ist immer noch viel Liquidität im Markt, Investoren schauen aber genauer, wo sie investieren», sagte EY-Partner Thomas Prüver. Geopolitische Unsicherheiten, die Zinswende und unklare Konjunkturaussichten sorgten für viel Unsicherheit.

Start-ups sind auf Investoren wie Wagniskapitalfonds oder Konzerne angewiesen, da sie anfangs keine Gewinne schreiben. Wachstumsfirmen haben in der Pandemie davon profitiert, dass die Digitalisierung einen Schub bekam - etwa bei Online-Shopping, Finanzgeschäften oder Essenslieferungen. Mit dem Ukraine-Krieg und steigenden Zinsen hat sich der Markt gedreht. Vor allem die Aktien von Tech-Unternehmen brachen ein, da ihre Geschäftsmodelle als zinsabhängig gelten. Und Investoren wurden bei Start-up-Finanzierungen zurückhaltender.

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