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NRW-Unternehmer-Präsident: Gasfluss aus Osten unverändert

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die Erdgaslieferungen aus dem Osten haben nach Einschätzung der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen bisher nicht nachgelassen. «Vielleicht das Wichtigste für die Menschen, weil wir noch Winter haben, ist, dass wir feststellen können, dass der Gasfluss aus dem Osten noch nicht nachgelassen hat. Also: Das Gas läuft», sagte Präsident Arndt G. Kirchhoff am Dienstag in Düsseldorf.

Von dpa

Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW, spricht. Foto: Sophie Brössler/dpa

Die nicht so großen Vorräte an Erdgas reichten dem Vernehmen nach bis zum Sommer. Es gelte, in den kommenden Monaten zu überlegen, mit welchem künftigen Energiemix die Abhängigkeit von russischer Energie verringert werden könne. Dies sei die Sorge Nummer eins, die mit der Sorge Nummer zwei verbunden sei: den Energiepreisen. Die ersten Reaktionen der Bundesregierung gegen hohe Energiepreise reichten nicht aus.

Es gelte, die Stromsteuer und die Netzentgelte anzuschauen, appellierte Kirchhoff an die Adresse der Bundespolitik. Energiepreise müssten sozialverträglich sein und dürften nicht wettbewerbsschädlich sein. Der Verbandspräsident sprach sich für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien aus und forderte schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren. NRW brauche als wichtiges Industrieland insbesondere auch Wasserstoff.

Die deutsche Wirtschaft habe in der Ukraine und in Russland erhebliche Aktivitäten - Einfuhren, Ausfuhren, Produktionsstätten. Allein in der Ukraine seien 2000 deutsche Unternehmen mit 50 000 Beschäftigten aktiv. «Unsere Sorge gilt jetzt zunächst mal überhaupt den Menschen, den Mitarbeitern - wirtschaftliche Aspekte treten da in den Hintergrund», betonte Kirchhoff. Das werde in der nächsten Zeit so bleiben. Zunächst gelte es, menschliches Leid zu lindern.

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