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NRW-Wahl: CDU-Vorstand nominiert Wüst als Spitzenkandidaten

Düsseldorf (dpa/lnw)

Drei Monate vor der Landtagswahl hat die nordrhein-westfälische CDU die personellen Weichen für die Spitzenkandidatur gestellt. Am Montagabend beschloss der Landesvorstand in Düsseldorf einstimmig, Ministerpräsident Hendrik Wüst auf Platz Eins der Kandidaten-Vorschlagsliste für die Wahl am 15. Mai zu nominieren. Das teilte die NRW-CDU nach der Landesvorstandssitzung mit. Über die Liste werden 250 Delegierte am 19. Februar bei einer Versammlung in der Essener Grugahalle verbindlich abstimmen.

Von dpa

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa/Archivbild

Die Kandidatenliste zieht, wenn einer Partei mehr Sitze im Landtag zustehen als sie Direktmandate gewonnen hat oder wenn ein Landtagsabgeordneter ausscheidet und deswegen ein Nachrücker ins Parlament einziehen kann. In mehreren vorherigen Landtagswahlen hat die Liste bei der NRW-CDU praktisch jedoch kaum eine Rolle gespielt.

Für den zweiten Platz wurde die stellvertretende Landesvorsitzende, NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, nominiert. Nach dem Wechsel des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) in den Bundestag war die in Parteikreisen hoch geschätzte 45-Jährige nicht für dessen Nachfolge infrage gekommen, weil sie die Vorgabe der NRW-Landesverfassung nicht erfüllte, wonach ein Ministerpräsident auch ein Mandat im Landtag haben muss. Der neue Regierungschef Wüst (46) ist hingegen seit 2005 bereits viermal direkt für seinen Wahlkreis Bocholt, Borken, Isselburg und Rhede in den Landtag gewählt worden.

An dritter Stelle der Liste steht Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen. Abgesehen von Löttgen, der Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann aus dem Wahlkreis Minden-Lübbecke (Platz acht) und dem Generalsekretär der NRW-CDU, Josef Hovenjürgen (Platz neun) sind auf den ersten zehn Plätzen ansonsten nur Kabinettsmitglieder nominiert: Innenminister Herbert Reul, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, die neue Verkehrsministerin Ina Brandes und Finanzminister Lutz Lienenkämper.

Erstmals wurden nach Parteiangaben die ersten 20 Plätze auf der Nominierten-Liste auf Männer und Frauen gleich verteilt. Der Frauenanteil der gesamten 136 Plätze umfassenden Liste liege bei rund 40 Prozent, berichtete Hovenjürgen. «Wir übertreffen damit die Vorgabe unserer Parteisatzung, ein Drittel der Listenplätze an Frauen zu vergeben, deutlich.»

Bei der NRW-Landtagswahl 2017 hatte die CDU alle ihre 72 Mandate direkt in den Wahlkreisen gewonnen. Zwei Nachrückerinnen waren letztlich dennoch über die Reserveliste zum Zuge gekommen, nachdem Andere zugunsten von Regierungsämtern verzichtet hatten.

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