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Machtübernahme durch Taliban

NRW will 1800 Afghanen Schutz bieten

Düsseldorf

Nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan will Nordrhein-Westfalen 1800 Menschen aus dem Land aufnehmen. Ministerpräsident Armin Laschet spricht von einem Akt der Humanität. 

Von dpa

Armin Laschet, CDU-Kanzlerkandidat, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto:
picture alliance/dpa | Marcel Kusch

Es geht hierbei um 800 Plätze für Ortskräfte, die in den vergangenen Jahren dort für Deutschland gearbeitet haben. 1000 weitere Plätze sollen vornehmlich Frauen offenstehen, die in den Bereichen Bürgerrechte, Menschenrechte, Kunst und Journalismus arbeiten und die besonders bedroht sind, wie die «Rheinische Post» (Mittwoch) berichtete. Auch Familienangehörige gehören dazu.

Ortskräfte und Frauen 

«Neben den Ortskräften sind mutige und engagierte Frauen großen Gefahren durch die Taliban ganz besonders ausgesetzt», sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Ihre Notsituation erfordere schnelles humanitäres Handeln. «Wir haben diese Frauen und ihre besonders extreme Gefährdung im Blick», so der CDU-Politiker. «Wir haben bereits Vorsorge getragen, dass unsere Unterkünfte sofort bereit sind für diesen Akt der Humanität.»

Stamp fordert internationale Solidarität

Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) sagte, es gebe eine Verantwortung, von Tod, Folter und Vergewaltigung in Afghanistan bedrohten Frauen Schutz zu ermöglichen. «Es braucht jetzt schnelle internationale Solidarität, um das Menschenleben der Frauen vor der barbarischen Rache der Taliban zu schützen.»

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