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Strafvollzug

NRW will 9000 Kondome für Gefängnis-Insassen kaufen

Auch Strafgefangene haben Sex - und sollen sich dabei vor Krankheiten schützen. Sie bekommen dafür kostenfrei Kondome gestellt. Aktuell wird ein Lieferant für ein Jahr gesucht.

dpa

Verpackte Kondome liegen nebeneinander. Foto: Friso Gentsch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die NRW-Justiz sucht zurzeit einen Lieferanten für rund 9000 Kondome für die Gefängnisse im Land. Wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, dienen die Kondome dem Infektionsschutz. Sie seien für die Insassen des geschlossenen Vollzugs vorgesehen.

In den Anstalten können die Gefangenen die Präservative kostenlos bekommen. Die Ausgabe werde von jeder JVA selbst organisiert, so der Sprecher der Vollzugsdirektion im Justizministerium. Laut Ausschreibung soll der Rahmenvertrag über ein Jahr laufen. Die 9000 Präservative sind ein Schätzwert, wie viele erfahrungsgemäß gebraucht werden.

Seit 1998 gibt es einen Erlass des Justizministeriums, der die kostenfreie Ausgabe von Kondomen an die Inhaftierten regelt. So sollen Ansteckungen etwa mit HIV (HI-Virus) verhindert werden.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-287042/2

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