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Polizei

Null-Toleranz-Strategie gegen Clankriminalität

Hannover (dpa/lni)

Niedersachsen will kriminelle Clans mit einer konsequenten und unnachgiebigen «Null-Toleranz-Strategie» bekämpfen. «Rechtsfreie Räume und Paralleljustiz werden nicht geduldet», sagte Landespolizeipräsident Axel Brockmann am Montag. Auch würden Clankriminellen Führerschein und Luxuskarossen weggenommen, das schränke deren Mobilität ein. Hochwertige Fahrzeuge dienten oft als Statussymbol, um Macht auf der Straße zu demonstrieren. Kriminelle wollten mit ihrem Auftreten das Gefühl vermitteln, Polizei und Justiz seien machtlos gegen sie, sagte Innenminister Boris Pistorius: «Aber das ist nicht der Fall», betonte der SPD-Politiker.

Von dpa

Bei der Vorstellung des Lagebilds zur Clankriminalität im vergangenen Jahr sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU) zu der Botschaft der Clan-Kriminellen, sie stünden über dem Recht: «Polizei und Justiz lassen sich das auf keinen Fall bieten.»

Der Clankriminalität wurden in Niedersachsen im vergangenen Jahr 2841 Fälle zugeordnet, 2020 waren es 1951 Fälle. Der Anstieg sei «maßgeblich auf die Sensibilisierung der Polizei zurückzuführen», sagte Brockmann. 2622 (2020: 1886) Verdächtige wurden ermittelt. Über 3,5 Millionen Euro an Vermögenswerten von Clankriminellen wurden abgeschöpft, ein Jahr zuvor waren es knapp 946 000 Euro.

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