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Mehr als Dreiviertel aller Bäume in NRW sind beschädigt

Nur jede achte Buche ist gesund

Düsseldorf

Nicht einmal ein Viertel der Bäume in NRW ist noch gesund. Nur noch bei 23 Prozent der Laub- und Nadelbäume sind keine Schäden festzustellen. „Dieser Wert ist ein Allzeittief“, sagte Umweltminister Johannes Remmel kürzlich, als er den neuen Waldschadenbericht vorstellte.

Hilmar Riemenschneider

Gesunde Buchen muss man suchen – das geht aus dem Waldzustandsbericht von NRW-Umweltminister Johannes Remmel hervor. Foto: dpa

Seit 30 Jahren wird der Zustand der Wälder in NRW überprüft. Doch nicht mehr dem sauren Regen und der Übersäuerung der Böden gilt das Augenmerk. Die Folgen des Klimawandels mit wärmeren und trockeneren Vegetationsphasen machten dem Wald zu schaffen, sagte Remmel. Aber auch Stürme und Starkregen haben Spuren hinterlassen.

Besonders kritisch ist der Zustand der Buchen: Nur noch jede achte Buche (zwölf Prozent) ist gesund. Ein Drittel weist bereits lichtere Kronen auf. 55 Prozent der Buchen haben deutliche Lücken in der Baumkrone.

Sorge bereitet den Experten des Landesbetriebs Wald und Holz, dass die Bäume schon nach drei Jahren erneut ein so genanntes Mastjahr durchlaufen, in dem sie besonders viele Früchte tragen. Das kostet Energie – auf Kosten der Kronen. „Die Buchenwälder sind unser Regenwald“, machte Remmel die Dimension klar.

Bei den Eichen sind mit 15 Prozent ebenfalls so wenig Bäume wie nie zuvor noch gesund. Stark ausgedünnte Kronen fanden die Forst­experten bei 48 Prozent der Eichen. Eine absteigende Tendenz zeigt sich bei den Fichten, wo jede dritte stark geschädigt und nur gut ein Viertel noch gesund ist. Das sind auch 16 Prozent der Kiefern, 23 Prozent weisen große Schäden auf.

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