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Köln

Pause im Drach-Prozess wegen Corona, aber nicht bei Drach

Köln (dpa/lnw)

Der Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach pausiert wegen Corona-Fällen - die allerdings nicht den Angeklagten betreffen. Das stellte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag klar. Corona sei bei «notwendigen Verfahrensbeteiligten» festgestellt worden. Drach sei aber nicht darunter.

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Das Landgericht hatte zuletzt mitgeteilt, dass auch der geplante Prozesstermin am Dienstag (15. März) aufgehoben sei. Zuvor waren schon mehrere andere Termine abgesagt worden. Weitergehen könnte es am Donnerstag (17. März) in der kommenden Woche.

Drach werden in dem Verfahren Überfälle auf Geldtransporter vorgeworfen. Bei zwei Taten soll er Wachmänner angeschossen und schwer verletzt haben. Drach wird versuchter Mord und besonders schwerer Raub zur Last gelegt. Ein in dem Prozess Mitangeklagter soll als Komplize fungiert haben. Beide Männer schweigen bislang. Die Verteidiger sagen, dass sie einen Freispruch erwarten.

1996 hatte Drach den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen. Für die Tat wurde er einst zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Anfang 2021 war er wegen des Verdachts auf die Überfälle in den Niederlanden festgenommen worden.

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