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Prozesse

Pflegedienstleiter wird Stock-Angriff vorgeworfen: Prozess

Ausgerechnet ein Pflegedienstleiter soll einen 70-jährigen Bekannten mit einem Stock angegriffen haben. Jetzt steht er vor Gericht. Der Vorwurf: versuchter Totschlag.

dpa

Vor einem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner

Essen (dpa/lnw) - Nach einer Stock-Attacke auf einen 70-jährigen Rentner muss sich ein ehemaliger Pflegedienstleiter seit Mittwoch in Essen vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: versuchter Totschlag. Der deutsche Angeklagte soll seinen Bekannten im Mai 2019 bei einem Trinkgelage in einem Essener Schrebergarten im Streit angegriffen haben. Der Rentner erlitt schwere Kopfverletzungen und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Zum Prozessauftakt sprach der 44-Jährige von einem «Filmriss». Er könne sich an nichts erinnern. Bestreiten wolle er aber nichts.

Schuld sei eindeutig der Alkohol gewesen. «Ich habe mich hinreißen lassen», so der Angeklagte. Dabei habe er praktisch nie getrunken. Allein schon wegen seines damaligen Jobs als Pflegedienstleiter. Auch am nächsten Tag habe er eigentlich Dienst gehabt. Nach der Tat war der 44-Jährige mit dem Auto geflohen - mit 1,8 Promille. Die Fahrt endete allerdings nach wenigen hundert Metern vor einer Mauer.

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