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Tarifkonflikt

Pflegekräfte an Unikliniken im Warnstreik: OPs verschoben

Düsseldorf/Oberhausen (dpa/lnw)

Planbare OPs verschieben, Wochenendbetrieb: Nach dem ersten Tag im Warnstreikmodus stellen sich die Universitätskliniken am Mittwoch erneut auf fehlende Pflegekräfte ein. In Oberhausen werden Gesundheitsminister Laumann und Oppositionsführer Kutschaty erwartet.

Von dpa

«Warnstreik!» steht auf einem Schild. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Mehrere Hundert Pflegekräfte an NRW-Universitätskliniken haben sich am Dienstag an einem Warnstreik beteiligt. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nahmen etwa 700 Beschäftigte an einem «Krankenhausratschlag» in Oberhausen teil. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für Entlastung im Pflegealltag unterstreichen. Universitätskliniken etwa in Münster, Düsseldorf und Köln verschoben planbare Operationen.

Die Gewerkschaft möchte nach Angaben von Verdi-Sprecher Jan von Hagen Personalmindestbesetzungen festlegen, etwa für Intensivstationen. Falls die Mindestbesetzung nicht erreicht wird, soll es laut Verdi für die übrigen Beschäftigten der Schicht eine Entlastung in Freizeit geben. Die Gewerkschaft fordert auch mehr Zeit für die Ausbildung junger Menschen. Die Arbeitgeber haben laut Verdi bislang nicht reagiert. Die Gewerkschaft droht mit Urabstimmung und einem Streik.

Verdi hatte am Montag die Beschäftigten der sechs Universitätskliniken in NRW zu Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch aufgerufen. Am Mittwoch ist das Stadion Niederrhein in Oberhausen Treffpunkt. Dort werden am Nachmittag Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und der SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Thomas Kutschaty, zu einer Podiumsdiskussion erwartet.

Die Krankenhäuser hatten sich auf fehlende Pflegekräfte eingestellt. In Münster wurden am Dienstag Operationen wie an einem Wochenende geplant. In der Frühschicht fehlten 53 Mitarbeiter. Düsseldorf meldete, dass keine Station geschlossen werden musste. Es könne vereinzelt zu Einschränkungen in der Versorgung von Patienten kommen. In Köln wurde das OP-Programm um zwei Drittel heruntergefahren. Jedoch konnten letztlich mehr Operationssäle als erwartet betrieben werden. Rund 100 Beschäftigte kamen nicht zur Arbeit.

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