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Bielefeld

Pilzsammler findet Knochen eines Vermissten im Wald

Bielefeld (dpa)

Beim Pilzesammeln hat ein Mann in einem Waldstück in Bielefeld die sterblichen Überreste eines 33-Jahre alten Mannes gefunden. Der Spaziergänger habe den grausigen Fund Dienstag vergangener Woche (18. Oktober) gemacht und der Polizei gemeldet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld am Freitag mit.

Von dpa

Ein Blaulicht auf einem Einsatzfahrzeug der Polizei. Foto: Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

Kriminalbeamte hätten daraufhin das Waldstück im Stadtteil Sennestadt unter anderem mit Spürhunden durchsucht und Bekleidungsgegenstände des Toten gefunden. In einem Kleidungsstück stießen die Beamten auf ein Portemonnaie samt Personalausweis. Mithilfe einer Obduktion konnte die Identität des Toten bereits zweifelsfrei geklärt werden. Es handele es sich um einen 1989 im polnischen Wrzesnia (deutsch: Wreschen) geborenen Mann, der seit Mai 2020 vermisst wurde. Wrzesnia liegt etwa 50 Kilometer östlich von Posen.

Weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass der Pole sich zuletzt im Raum Enger/Bielefeld/Oerlinghausen (Ostwestfalen) aufgehalten haben soll. Bereits nach seinem Verschwinden vor mehr als zwei Jahren gab es den Angaben zufolge Hinweise auf eine mögliche Gewalttat.

Ein Fremdverschulden sei demnach «nicht auszuschließen», so die Behörden am Freitag. Die Mordkommission «Uhu» habe wegen des Verdachts eines Tötungsdelikt die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die möglicherweise Angaben des zum Zeitpunkt seines Verschwindens 30 Jahre alten Dawid Jakub W. machen können, und veröffentlichte auch ein Foto des Mannes.

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