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Kriminalität

Polizei-Schüsse auf Friedhof: Ermittlungen eingestellt

Bochum (dpa/lnw) - Der Tod eines bewaffneten Jägers auf einem Bochumer Friedhof durch eine Polizeikugel hat keine strafrechtlichen Folgen für zwei Beamte. Die Staatsanwaltschaft Bochum habe das Verfahren eingestellt, teilte die Polizei in Essen am Freitag mit. Die beiden Polizisten hätten in Notwehr gehandelt. Sie hätten von einem Angriff durch den Mann ausgehen können und die Schusswaffe gebrauchen dürfen.

dpa

Die Polizisten waren 2019 kurz vor Ostern von einem in der Nähe wohnenden Jäger alarmiert worden, weil sich jemand auf dem Friedhof mit geladenem Gewehr aufhalte. Die Uniformierten forderten den Mann laut Ermittlern zweimal auf, die Waffe niederzulegen. Als der 77-Jährige das Gewehr trotzdem hob, schossen sie. Eine Kugel verletzte den Mann so schwer, dass er zwei Tage später starb.

Später stellte sich der Polizei-Mitteilung zufolge heraus, dass der 77-Jährige eine Jagderlaubnis hatte und auf dem Friedhof «unter ganz engen Voraussetzungen» jagen durfte. Am Gründonnerstag 2019 um 18 Uhr hätte er aber nicht mit durchgeladener Waffe auf den Friedhof gehen dürfen, erklärte die Polizei. Bei den Ermittlungen hätten Zeugen und objektive Spuren die Angaben der Beamten bestätigt.

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