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Polizei stoppt Frau nach Verfolgungsjagd mit Taser

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach einer wilden nächtlichen Verfolgungsjagd von Dortmund bis Essen hat die Polizei eine 26-jährige Autofahrerin mit der neuen Elektroschockwaffe gestoppt. Die augenscheinlich verwirrte Frau habe bei der Festnahme geschrien und unkontrolliert mit dem Kopf um sich geschlagen, teilte die Polizei Dortmund am Sonntag mit. Die Beamten hätten deshalb den Taser eingesetzt, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Die Frau aus Herne sei gefesselt worden. Bei dem Einsatz habe sie leichte Verletzungen erlitten und sei in eine psychiatrische Klinik gebracht worden.

dpa

Ein Blaulicht an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler

Zuvor hatte die Frau in der Nacht zum Sonntag zuerst ohne Licht schräg auf der Fahrbahn in der Dortmunder Innenstadt angehalten und war dann frontal auf einen ihr entgegenkommenden Streifenwagen zugefahren. Die Fahrerin sei dem Wagen ausgewichen und über diverse rote Ampeln auf die A 40 in Richtung Essen gerast. Die Polizei forderte zur Unterstützung aus der Luft einen Hubschrauber an.

An der Anschlussstelle Essen-Huttrop habe die Frau die Autobahn verlassen und sei verkehrt in eine Einbahnstraße gefahren, wo ihre Flucht durch ein entgegenkommendes Auto ein Ende fand.

Seit Januar sind die Polizeibehörden unter anderem in Dortmund, Düsseldorf und Gelsenkirchen im Besitz der Taser, die in einer einjährigen Pilotphase auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.

Die «Distanzelektroimpulsgeräte» verschießen Metallhaken, mit denen der Getroffene per Stromstoß vorübergehend außer Gefecht gesetzt wird. Die Taser sollen eine Lücke bei Bedrohungslagen schließen und Angreifer abschrecken, die Polizeibeamte bedrohen. Begründet wird dies mit der stark gestiegenen Zahl von Angriffen auf Polizisten in NRW.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-533344/2

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