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Polizeiberuf

Polizist mit mittlerer Reife: 2500 Bewerber für Schulversuch

Düsseldorf (dpa/lnw)

Fast 2500 junge Menschen haben sich in Nordrhein-Westfalen für den Einstieg in den Polizeiberuf mit mittlerer Reife beworben. Das teilten das Innen- und das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Wegen der großen Resonanz, die die Erwartungen übertroffen habe, soll nun die Zahl der teilnehmenden Berufskollegs erweitert werden. Der entsprechende Schulversuch beginnt am 1. August.

Von dpa

Ein Polizist trägt Handschellen und seine Dienstwaffe bei sich. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

«Das überwältigende Interesse zeigt, dass wir mit diesem neuen Bildungsgang an unseren Berufskollegs ein Erfolgsmodell auf den Weg gebracht haben», so Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Die ersten rund 340 Schüler starten im August 2022 an elf Berufskollegs. «Die hohen Bewerberzahlen beweisen einmal mehr, wie ungeheuer beliebt der Polizeiberuf ist», sagte Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Landesregierung setzt mit der Einführung des Schulversuchs eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um.

Der zweijährige Bildungsgang richtet sich an Absolventen, die einen mittleren Schulabschluss oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erreicht haben. Er eröffnet die Zugangsvoraussetzung für einen anschließenden Bachelorstudiengang an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW oder andere Fachhochschulen.

Parallel zum Unterricht absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Praxisjahr bei der Polizei des Landes. Der neue Bildungsgang wird an Berufskollegs in Dortmund, Bochum, Bielefeld, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Bonn, Düren, Münster, Recklinghausen und Gelsenkirchen angeboten.

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wird der Versuch die Polizei stärken. Der neue Fachoberschulabschluss ersetze nicht die anschließende Bachelor-Ausbildung für die künftigen Kommissare, er bereite darauf vor. «Das ist wichtig, denn eine Polizei light können wir nicht gebrauchen», betonte GdP-Vize-Landeschef Michael Maatz.

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