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Prozess gegen Ex-Leitung des NRW-Landgestüts startet neu

Warendorf (dpa/lnw) - Der Prozess gegen drei ehemalige Führungskräfte des Landgestüts Warendorf wird ab Donnerstag neu aufgerollt. Nach Auskunft des Gerichts beginnt das Verfahren am 31. Januar mit Verlesung der Anklage von vorne. Nach dem ersten Prozessauftakt im Januar 2018 gab es im Laufe des Jahres Schwierigkeiten bei der Terminabsprache zwischen den Prozessbeteiligten, die nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen gelöst wurden. Die Staatsanwaltschaft Münster wirft der ehemaligen Leiterin des Landgestüts (54) und dem früheren ersten Hauptberittmeister (55) gemeinschaftliche Vorteilsannahme in vier Fällen vor, dem damaligen stellvertretenden Gestütsleiter (57) Vorteilsannahme in drei Fällen und Untreue.

dpa

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen. Foto: Britta Pedersen

Der Hauptvorwurf dreht sich um die Gründung einer Beratungsfirma, die Geschäfte mit einer Reitsporteinrichtung in Katar betrieben habe. Laut Anklage soll das für das Landgestüt zuständige Ministerium nicht über diese Firma informiert gewesen sein. Der Anwalt der angeklagten Ex-Leiterin hatte dies allerdings im ersten Prozess vor Gericht bestritten. Es habe Gespräche über die Nebentätigkeit gegeben.

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