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Regen, Kälte, Corona: Spargelbauern rechnen mit wenig Ernte

Münster (dpa/lnw)

Das zunächst kühle Frühlingswetter hat den Spargelbauern in der vergangenen Saison Probleme bereitet. Und auch die Corona-Pandemie ist nicht spurlos an den Betrieben vorbeigegangen.

Von dpa

Spargel wird geerntet. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Kälte, Regen, geschlossene Restaurants: Die Spargelbauern in Nordrhein-Westfalen haben in dieser Saison mit einigen Hindernissen zu kämpfen gehabt. «Die Ernte wird in diesem Jahr auf jeden Fall weniger sein, als wir im Durchschnittsjahr ernten würden», sagte Ralf Große Dankbar, Spargelanbau-Berater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Schon zu Beginn der Saison hätten Kälte und Regen die Arbeit der Spargelbauern erschwert. «Es war ein holpriger Start, der sich lange hingezogen hat», sagte Große Dankbar. Zwar hätten die Bauern mit Abdeckfolien gegen das kalte Wetter von April bis Pfingsten angekämpft. «Aber wenn der kalte Regen an die Spargelwurzel dringt, ist man auch mit Folien machtlos.»

Auch Aufwand und Kosten für die Einhaltung der Hygieneauflagen während der Corona-Pandemie seien immens gewesen - auch wenn die Umsetzung funktioniert habe. Die geschlossene Gastronomie habe einigen Betrieben ebenfalls zu schaffen gemacht. «Das betrifft zum einen Betriebe, die selbst einen Gastronomiebetrieb dabei haben ,und zum anderen fehlte auch der Absatz in der Gastronomie», sagte Große Dankbar. «Das bedeutet für einige Betriebe einen Umsatzrückgang.»

Nur negativ will der Spargelanbau-Berater aber nicht auf die vergangene Saison blicken. «Insgesamt sind die Spargelbauern trotz allem mit der Saison zufrieden.» Als Landwirt müsse man immer auch mal mit schlechteren Jahren rechnen. «Alle sind froh, dass sie ihre Hofläden öffnen durften und Spargel vermarkten durften.»

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