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Reul beklagt mangelnde Unterstützung für Laschet

Berlin (dpa)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat mehr Unterstützung aus den Unionsreihen für CDU-Chef Armin Laschet bei den Gesprächen zur Regierungsbildung in Berlin gefordert. Im ZDF-«heute-journal» sagte Reul am Dienstagabend: «Ich würde mir manchmal wünschen, dass er da mehr Unterstützung bekäme.» Es sei «nicht sehr hilfreich», wenn «eigene Kollegen einem in den Rücken fallen oder wenn darüber diskutiert wird, wann, wie, wo Armin Laschet seine Aufgaben, seine Ämter abgeben muss». Das störe die Gespräche und erhöhe nicht die Glaubwürdigkeit für den, der da verhandle.

Von dpa

Herbert Reul (CDU) bei einem Termin. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Befragt zu den Indiskretionen nach den Sondierungsgesprächen, meinte Reul: «Das sagt was aus über die Schwäche oder die Disziplinlosigkeit der anderen.» Laschet investiere viele Stunden, weil es ihm um die Sache gehe, während andere «unsolidarisch» unterwegs seien.

Union und Grüne hatten am Dienstag Möglichkeiten für ein Jamaika-Bündnis mit der FDP ausgelotet. Am späten Nachmittag berichtete «Bild» unter der Überschrift «DAS besprachen Union und Grüne heute wirklich» über die Einlassungen der Grünen bei den Themen EU-Finanzen, Migration und Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Daraufhin warf Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem Gesprächspartner vor, sich nicht an die vereinbarte Vertraulichkeit gehalten zu haben. Auch FDP-Vize Johannes Vogel hatte sich nach dem Treffen der Union mit den Liberalen über Indiskretionen beklagt.

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