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NRW-Innenminister

Reul bekräftigt Ablehnung der Cannabis-Legalisierung

Frankfurt/Main (dpa/lnw)

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat seine entschiedene Ablehnung der Pläne der Ampel-Koalition zur Cannabis-Freigabe bekräftigt. In den Niederlanden habe die libertäre Cannabis-Politik «zu einer drastischen Verschärfung der gesamten Rauschgiftkriminalität bis hin zu Bandenkriegen und Morden geführt», sagte der CDU-Politiker in einem Gespräch mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Von dpa

Herbert Reul geht durch den Landtag. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Reul warnte vor den gesundheitlichen Gefahren der Legalisierung insbesondere für junge Menschen. «Das Signal gerade für junge Menschen ist: Wenn es nicht verboten ist, ist es nicht gefährlich, dann kann ich es konsumieren.» Die medizinische Fachwelt sage jedoch etwas ganz anderes, nämlich dass Cannabis insbesondere für junge Menschen gefährlich sei. Er verstehe deshalb nicht, wie Politiker auf die Idee kommen können, dieses Rauschgift zu legalisieren. «Beim Klimaschutz heißt es doch auch: Hört auf die Wissenschaft. Warum soll das in der Drogenpolitik nicht auch gelten?»

Durch eine Freigabe werden nach Einschätzung des Unionspolitikers aber nicht nur junge Leute gesundheitlich gefährdet. Der Markt für Cannabis-Produkte insgesamt werde dadurch noch einmal deutlich vergrößert. Zudem würden sich viele mit dem von der Ampel geplanten maximalen Wirkstoffgehalt nicht zufriedengeben, sondern mehr wollen. «Das wird dann den Schwarzmarkt massiv befeuern», warnte Reul.

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