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Kriminalität

Reul: langer Atem im Kampf gegen Clan-Kriminalität

Essen (dpa/lnw) - Im Kampf gegen Clan-Kriminalität braucht Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung von Innenminister Herbert Reul einen langen Atem. Kriminelle Mitglieder abgeschotteter Familienclans verübten einen «frontalen Angriff auf den Rechtsstaat», warnte der CDU-Politiker am Mittwoch bei einer Expertenkonferenz in Essen. Viele Bürger seien verunsichert, Angst vor rechtsfreien Räumen gehe um.

dpa

Herbert Reul (CDU) verlässt nach einer Rede im Landtag das Rednerpult. Foto: Henning Kaiser

Der Essener Polizeipräsident Frank Richter betonte, das Problem mit kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans sei auch «Folge einer gescheiterten Integrationspolitik». Sozialtransfers bildeten oft die finanziellen Grundlagen der Clans. «Der deutsche Staat und seine Werteordnung, seine Regeln werden verachtet», sagte Richter vor 560 Teilnehmern. Das Zurückdrängen der Clan-Kriminalität gehöre zu den größten sicherheitspolitischen Herausforderungen in NRW. Auch Prävention für einen Ausstieg aus dem Milieu sei wichtig.

Der Bekämpfung der Clan-Kriminalität sei lange keine Priorität eingeräumt worden, die schwarz-gelbe Landesregierung mache sie aber nun zu einem Schwerpunkt, sagte Reul. Razzien, wie es sie in den vergangenen Monaten verstärkt in NRW gab, seien ein «wirkungsvoller Baustein». Als Hotspot der Clan-Kriminalität in NRW gilt das Ruhrgebiet.

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