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Mallorca-Affäre

Reul zu SPD-Ausspähversuch bei Heinen-Essers Tochter

Düsseldorf (dpa)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich entsetzt über die Instagram-Ausspähversuche der SPD bei der minderjährigen Tochter der zurückgetretenen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) gezeigt. «Ich halte es politisch für außerordentlich verwerflich», sagte Reul am Freitag in Düsseldorf. Wenn Menschen andere Menschen ausspähten, sei das bereits ein «Stoff für große Skandale». Stecke dahinter auch noch eine politische Absicht, «ist es eine noch größere Sauerei», sagte Reul. «Und wenn das bei Minderjährigen passiert, finde ich das moralisch eine ganz üble Veranstaltung.»

Von dpa

Sarah Philipp (MdL, SPD) redet bei einer Pressekonferenz. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Im Zuge der sogenannten Mallorca-Affäre hatte ein Mitarbeiter der Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Sarah Philipp, versucht, den Instagram-Account der 16-jährigen Tochter Heinen-Essers auszuspähen. Philipp bestätigte der Deutschen Presse-Agentur Recherchen des «Kölner Stadt-Anzeigers».

Reul lobte das Verhalten der Tochter Heinen-Essers. Sie habe es richtig gemacht, dass sie einen privaten geschlossenen Instagram-Account führe, niemanden reingelassen und die Anfrage sogar noch dokumentiert habe. Damit habe sich die 16-Jährige «total richtig und vernünftig und klug verhalten».

Heinen Esser war am 7. April zurückgetreten. Zuvor war bekannt geworden, dass sich die CDU-Politikerin wenige Tage nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 mit weiteren Regierungsmitgliedern auf Mallorca getroffen hatte, um den Geburtstag ihres Mannes zu feiern. Auch die Tochter Heinen-Essers war zu dem Zeitpunkt auf Mallorca.

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