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Streik

Rheinberg und Werne: Amazon-Beschäftigte legen Arbeit nieder

Rheinberg/Werne (dpa/lnw)

Insgesamt hat Verdi Beschäftigte in sieben deutschen Amazon-Versandzentren dazu aufgerufen, bis einschließlich Mittwoch die Arbeit niederzulegen, darunter auch zwei in Nordrhein-Westfalen. Anlass ist der sogenannte «Prime Day» des Unternehmens am 21. und 22. Juni.

Von dpa

Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon in Rheinberg und Werne haben im Kampf für einen Tarifvertrag ihre Arbeit niedergelegt. Der Streik habe am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr begonnen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. In der kleineren Nachtschicht hätten sich in Rheinberg bisher rund 50 Mitarbeiter beteiligt, im weiteren Verlauf rechne er mit 450 Teilnehmenden. Im Amazon-Versandzentrum in Werne wurden nach Angaben eines Sprechers bis zu 500 Beteiligte erwartet.

Insgesamt hat Verdi Beschäftigte in sieben deutschen Amazon-Versandzentren dazu aufgerufen, bis einschließlich Mittwoch die Arbeit niederzulegen. Anlass ist der sogenannte «Prime Day» des Unternehmens am 21. und 22. Juni, zu dem es mit Sonderangeboten wirbt. Der Konzern rechnet nach eigenen Abgaben nicht damit, dass Amazon-Kunden die Arbeitsniederlegungen zu spüren bekommen. Streiks hätten in der Vergangenheit kaum Auswirkungen gehabt.

Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie Verhandlungen über einen Tarifvertrag «Gute und gesunde Arbeit».

Amazon verweist darauf, dass das Unternehmen bereits jetzt «exzellente Bezahlung, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen» biete. Erst vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen.

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