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Ruhrfestspiele 2019 mit Motto «Poesie und Politik»

Vieles ist neu bei den Ruhrfestspielen 2019. Der Intendant heißt nun Olaf Kröck. Der Steinkohlebergbau, der am Anfang des Festivals stand, ist vorbei. Das Programm will auf den Umbruch reagieren.

dpa

Das Festspielhaus in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen). Foto: Bernd Thissen

Recklinghausen (dpa/lnw) - Unter dem neuen Intendanten Olaf Kröck präsentieren sich die traditionsreichen Ruhrfestspiele in Recklinghausen als Schauspielfestival. Gezeigt wird als Deutschlandpremiere «The Prisoner» des britischen Theaterregisseurs Peter Brook. Auch eine Rarität, die 24 Jahre alte Inszenierung des Brecht-Stücks «Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui» in der Regie von Heiner Müller, steht im Programm. Uraufgeführt wird zudem «Das Heerlager der Heiligen» nach Jean Raspail.

Das am Mittwoch in Recklinghausen vorgestellte Programm umfasst Gesprächsveranstaltungen unter anderem mit Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Der gefeierte israelische Choreograph Hofesh Shechter präsentiert mit seinen Tänzern seine Arbeit «Grand Finale».

Die Ruhrfestspiele zeigen vom 1. Mai bis zum 9. Juni 90 Produktionen mit 210 Veranstaltungen. Den Grundstein für das traditionsreiche Festival legten im Nachkriegswinter 1946/47 Bergleute, als sie Hamburger Schauspielern Kohle besorgten, um die Theater zu heizen. Im ersten Jahr nach dem Ende des Steinkohlebergbaus hat Intendant Kröck das Motto «Poesie und Politik» ausgegeben. In diesem Spannungsfeld findet das Festival seine Themen.

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