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Justizministerium

Rund 1600 Handys in NRW-Gefängnissen entdeckt

Düsseldorf (dpa/lnw)

Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalens Gefängnissen 1597 Handys entdeckt worden. 2020 waren es sogar 1787. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag hervor. Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Von dpa

Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Die Fraktion hatte den Fall eines Seelsorgers als Anlass für ihre Anfrage genommen, der laut Staatsanwaltschaft Handys und Drogen in Dönern in die JVA Heinsberg schmuggeln wollte. Laut Justizministerium arbeiten derzeit 97 Seelsorger in den Gefängnissen des Landes. Einen ähnlichen Fall wie bei dem Verdächtigen in Heinsberg habe es in den vergangenen Jahren nicht gegeben.

Wie aus dem Papier des Justizministeriums weiter hervorgeht, gab es im ersten Halbjahr 2022 bislang 459 Drogenfunde in den NRW-Justizvollzugsanstalten. 2021 waren es demnach 1079, im Jahr davor 1053. Wie ein Sprecher des Justizministeriums erläuterte, ging es bei den Drogenfunden meistens um kleine Mengen - sechs Gramm im Schnitt, meistens Cannabis.

Zu den Handys erklärte das Ministerium, dass etwa die Hälfte bei Häftlingen des Offenen Vollzugs aufgetaucht sei. Diese hätten es naturgemäß leichter, an Telefone zu kommen. Bei allen Zahlen müsse man berücksichtigen, dass es 14.000 Haftplätze in NRW gebe - die immer wieder kontrolliert würden.

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