Rüstungsindustrie

Rüstungssparte hält Rheinmetall auf Wachstumskurs

Düsseldorf (dpa) - Der Rüstungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall profitiert von der wachsenden internationalen Nachfrage nach Waffen und Munition. Im ersten Halbjahr 2019 steigerte das Düsseldorfer Unternehmen seinen Konzernumsatz um 2,2 Prozent auf gut 2,8 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg sogar um fast 20 Prozent auf 110 Millionen Euro. Zwar litt auch das Autozuliefergeschäft von Rheinmetall unter der schwachen Branchenkonjunktur. Doch wurde dies durch das florierende Geschäft in der Rüstungssparte wettgemacht.

dpa

Im Rüstungsbereich spüre der Konzern «verstärkt den großen Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung in vielen Ländern», berichtete Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Das gelte ganz besonders auch in Deutschland, das sich um die Modernisierung und das Schließen von Ausrüstungslücken der Bundeswehr bemühe. Insgesamt steigerte die Rüstungssparte ihre Umsatz im ersten Halbjahr um 8,8 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis der Sparte war mit 69 Millionen Euro sogar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die Autozuliefersparte von Rheinmetall konnte sich dagegen nicht vom negativen Branchentrend abkoppeln. Der Umsatz sank um 3,4 Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verringerte sich um mehr als 20 Prozent auf 102 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet Rheinmetall angesichts der Schwäche des Automobilbereichs inzwischen «nur» noch mit eine Anstieg des Umsatzes - organisch und vor Wechselkurseffekten - um rund 4 Prozent. Bislang war der Konzern von einer Steigerung von 4 bis 6 Prozent ausgegangen. Umsatzzuwächsen im Rüstungsbereich von rund 11 Prozent sollen dabei Umsatzeinbußen im Automobilgeschäft von 2 bis 3 Prozent entgegenstehen.

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