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Rhein-Erft-Kreis

Salzsäure-Einsatz an Raststätte: Feuerwehr im Großaufgebot

Hürth (dpa)

Aus einem geparkten Tanklastzug entweicht Salzsäure. Der Montagmorgen beginnt an der Autobahn im Westen von Köln mit einer Vollsperrung. Fast 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Stunden später normalisiert sich die Lage.

Von dpa

Einsatzwagen der Feuerwehr stehen am Rande der Autobahn A1. Foto: -/Feuerwehr Hürth/dpa

Der Austritt von Salzsäure aus einem Tanklastzug auf einer Autobahn-Raststätte in Hürth bei Köln hat am Montag einen Großeinsatz der Feuerwehr mit 182 Einsatzkräften ausgelöst. Rund zehn Stunden waren die Retter im Einsatz, um den Gefahrenstoff aufzufangen und später in einen anderen Transporter umzupumpen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Autobahn 1 war zwischen Erftstadt und Köln wegen des Salzsäure-Lecks stundenlang komplett gesperrt. Der Verkehr wurde ab dem Autobahndreieck Erfttal über die eigentlich gesperrte A61 zum Autobahnkreuz Kerpen umgeleitet.

Ein Notruf gegen 5.00 Uhr am Morgen hatte die Feuerwehr alarmiert: Aus einem auf dem Rastplatz Ville geparkten Lastwagen trete aus eine Ventil Gefahrenstoff aus, meldete der Anrufer. Zunächst waren die Fachleute noch unsicher, ob es sich bei den Stoff tatsächlich um Salzsäure handelte, später gab es Gewissheit. Die Feuerwehr stockte immer wieder ihre Einsatzkräfte an der Raststätte auf.

Insgesamt 182 Feuerwehrleute aus dem Rhein-Erft-Kreis, aus Köln und dem Kreis Düren waren beteiligt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Schadstoffe seien außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs nicht gemessen worden, erklärte die Feuerwehr. Dort trugen die Einsatzkräfte Schutzanzüge aus säurebeständigem Material und arbeiteten unter Atemschutz.

An Morgen waren die angrenzenden Raststätten und einige Anwohner in der ländlichen Region sicherheitshalber evakuiert worden. Doch sie hätten schon nach kurzer Zeit zurückgekonnt, erklärte der Rhein-Erft-Kreis. Eine Wolke mit einer geringen Konzentration von Salzsäure habe sich Richtung Westen bewegt. «Von einer Gesundheitsgefährdung wird aufgrund der geringen Konzentration an Salzsäure in der Luft nach den behördlichen Messergebnissen für die umliegende Bevölkerung nicht ausgegangen», erklärte die Stadt Hürth.

Rund zehn Stunden nach dem Notruf erklärte ein Feuerwehr-Sprecher: «Das Gefahrgut ist umgepumpt». Die A1 in Richtung Koblenz wurde am Nachmittag wieder freigegeben. In Richtung Köln war die Fahrbahn am Abend noch gesperrt. Es solle auf Veranlassung der Feuerwehr geprüft werden, ob Erde kontaminiert sei, sagte ein Polizeisprecher in Köln.

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