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Mönchengladbach

Schüsse und wilde Verfolgung nach Automatensprengung

Mönchengladbach (dpa/lnw)

Nach einer Geldautomatensprengung in Mönchengladbach sind die Täter bei ihrer rücksichtslosen Flucht im Auto von der Polizei beschossen worden. Zeugen hatten am frühen Samstagmorgen Explosionen in einer Bank gemeldet, woraufhin mehrere Streifenwagen zum Tatort eilten, wie die Polizei mitteilt.

Von dpa

Ein Absperrband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung» ist vor einem Polizeiwagen aufgespannt. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Bei Ankunft der ersten Einheiten seien die vermutlich drei bis vier Täter bereits im dunklen Fluchtwagen losgefahren. Sie wichen einem zivilen Einsatzfahrzeug über einen Gehweg aus und fädelten wieder auf die Straße ein. Dort rammten sie einen Wagen ihrer Verfolger und setzten sofort die halsbrecherische Fahrt unbeirrt fort.

Eine Polizistin gab laut der Polizeimeldung dann Schüsse auf den Fluchtwagen ab. Zu den Hintergründen des Schusswaffengebrauchs hat die Nachbarpolizei Aachen aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen aufgenommen, wie mitgeteilt wurde. Beide Polizistinnen wurden bei dem Zusammenstoß nicht verletzt, der Streifenwagen war aufgrund der starken Beschädigungen vorne rechts aber nicht mehr fahrbereit.

Die Polizei hatte die Flüchtigen auf der A61 in Richtung Venlo wieder im Visier, verlor den Sichtkontakt laut Mitteilung aber im Bereich der Anschlussstelle Süchteln. Gegenstand der Ermittlungen sei derzeit, ob die Täter dort die Autobahn verlassen haben oder weiter auf der A61 geblieben sind. Das Mehrfamilienhaus, in dem die Bank liegt, wurde durch einen Statiker geprüft und als begehbar freigegeben. Die Schaufensterscheibe der Bank war zersplittert, die dahinter stehenden Geldautomaten laut Polizei massiv beschädigt.

Bei dem Überfall habe laut Zeugenaussagen ein Täter am Steuer des Autos gesessen, die anderen zwei oder drei Männer liefen nach den Sprengungen mit Taschen in den Bankraum, kehrten kurz danach zurück und bestiegen das Fluchtfahrzeug. Zwei Täter wurden als männlich mit schmaler Statur und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Sie waren dunkel gekleidet, mit schwarzem Hoodie, Sturmhauben und Stirnleuchten. Das Fluchtfahrzeug müsste laut Polizei vorne rechts stark beschädigt sein.

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