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Schulen sollen schrittweise öffnen: Skepsis und Lob

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die in NRW geplante Rückkehr jüngerer Schüler und Jugendlicher der Abschlussklassen in die Unterrichtsräume hat Skepsis wie auch Zustimmung ausgelöst. Der angekündigte teilweise Präsenzunterricht ab dem 22. Februar dürfe nur in kleinen Gruppen stattfinden und sei grundsätzlich nur im Wechselmodell denkbar, mahnte der Verband Bildung und Erziehung am Donnerstag. Auch wenn Schule «Sehnsuchtsort» geworden sei, müsse der Infektionsschutz weiter im Mittelpunkt stehen.

dpa

Yvonne Gebauer, die Ministerin für Schule und Bildung von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Bund kritisierte es als «Eigentor», den Ländern bei den Schulen freie Hand zu geben. Die Bundesvorsitzende Marlis Tepe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es fehle ein deutschlandweit einheitlicher Stufenplan. Die GEW in NRW signalsierte dagegen Zustimmung für die Landespläne. Mit den Jüngsten zu beginnen, sei vernünftig. Den Schulen bleibe Vorbereitungszeit, sich auf den anspruchsvollen Unterrichtsbetrieb einzustellen. Um Präsenz- und Distanzunterricht, Betreuung und Ganztagsangebote anzubieten, brauche es mehr Personal.

Auch der Landkreistag begrüßte das angekündigte weitere Vorgehen. Schule, Bildung und Kinderbetreuung hätten «absolute Priorität», Kindern und Familien werde im Lockdown viel zugemutet. Geschlossene Schulen und Kitas gefährdeten Kindeswohl und Bildungschancen - das gelte besonders für die Grundschulen, sagte Verbandspräsident Thomas Hendele laut Mitteilung.

Zur weiteren Bekämpfung der Pandemie sollen die Länder bei den Schulen in Eigenregie verfahren. Als Perspektive gilt in NRW: Falle die Wocheninzidenz in NRW auf 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner oder darunter, werde man wieder zum Präsenzunterricht übergehen, hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch angekündigt. Davon unabhängig machen den Anfang Grundschulen und Förderschulen der Primarstufe am 22. Februar mit einem Wechselmodell. Zudem sollen dann Schüler, die 2021 ihren Abschluss planen, in den Präsenzmodus zurückkehren. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wollte am Mittag den Landtag unterrichten.

© dpa-infocom, dpa:210210-99-387707/3

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