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Soforthilfe-Auszahlung: Streit mit Messer in Schlange

Hagen (dpa/lnw)

Von dpa

Bei der Auszahlung von Soforthilfen an Opfer der Hochwasserkatastrophe hat es in Hagen einen Streit unter Wartenden gegeben, bei der ein 55-Jähriger ein Messer zückte. Zuvor habe der Mann versucht, an der Schlange vorbei zu gehen, ohne sich anzustellen, berichtete die Polizei am Dienstag. Dagegen habe ein 29-Jähriger protestiert. Einen drohenden Angriff des Älteren mit dem Messer habe der 29-jährige durch einem Tritt abgewehrt. Gegen den 55-Jährigen, der laut Polizei betrunken war, wird ein Strafverfahren eingeleitet.

Knapp zwei Wochen nach der Hochwasserkatastrophe hatte die Stadt am Dienstagmorgen gegen ausgefüllte Anträge mit der Ausgabe von Barschecks begonnen, die bei der Sparkasse eingelöst werden können. «Bereits am Wochenende waren mehrere Hundert Mails bei der Stadtverwaltung eingegangen», sagte eine Sprecherin. Vor dem Rathaus bildete sich am Morgen eine lange Schlange.

Auch 70 Gewerbebetriebe stellten einen Antrag, den die Stadt an die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf weiterreicht. An den Haushaltsvorstand zahlt die Stadt 200 Euro aus, an jedes weitere Familienmitglied weitere 100 Euro. Mit der finanziellen Überbrückung können notwendige Haushaltsgegenstände gekauft werden. Das Land gibt zusätzlich pro Privathaushalt einen Sockelbetrag von 1500 Euro.

Hagen hat die betroffenen Haushalte anhand von Straßenübersichten identifiziert und über die Soforthilfe informiert. Laut Stadt wird die Aktion in den nächsten Tagen fortgesetzt. «Vermutlich auch noch in der nächsten Woche», sagte die Sprecherin der dpa. Es seien genug finanzielle Mittel da. Jeder Antrag werde bearbeitet.

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