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Wettervorhersage

Sonnig und mildes Wetter in NRW: In der Nacht kühlt es ab

Essen

Auch in den kommenden Tagen bleibt es in Nordrhein-Westfalen sehr viel kühler im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Meeresluft aus Nordwest bringe nach der Hitze mildere Temperaturen. 

dpa

Zwei Frauen sitzen auf einer Tischtennisplatte im Schatten unter einem Baum nahe des Rheins. Foto: Oliver Berg

Die Höchsttemperaturen am Mittwoch liegen bei 20 bis 24 Grad, sagte ein Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen am Morgen. Im höheren Bergland erreichen die Höchsttemperaturen maximal 17 bis 19 Grad. Dabei bleibe es heiter und sonnig. Lediglich im Nordwesten des Landes könne es am Morgen noch ein paar Wolken geben, teilte der DWD mit.

In der Nacht zum Donnerstag kühlt es dann noch einmal deutlich ab. Die Temperaturen können auf 10 bis 7 Grad fallen. Tagsüber steigen sie dann wieder auf maximal 19 Grad im Bergland und bis zu 26 Grad am Rhein, so der DWD. Donnerstag und Freitag gebe es in NRW einen Mix aus Sonne und Wolken. Am Freitag könne es im Nordosten auch vereinzelt regnen.

Juni bricht Hitzerekord

Der vergangene Monat war der heißeste Juni in Europa und auch weltweit, der je seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Das berichtete der Copernicus-Klimawandeldienst (Copernicus Climate Change Service, C3S) am Dienstag in Brüssel. Die Durchschnittstemperaturen lagen in Europa demnach im Schnitt um rund zwei Grad über dem definierten Normalbereich. Als Referenzperiode zählt der Dienst die Jahre 1981 bis 2010. Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich zu einem Großteil auf Satellitendaten stützt.

Besonders heiß sei es am Ende des Monats gewesen - und zwar in Deutschland, Frankreich, Nordspanien, Norditalien, der Schweiz, Österreich und Tschechien. Obwohl es schwer sei, direkt den Klimawandel für solche Wetterextreme verantwortlich zu machen, sei zu erwarten, das solche Wetterextreme mit dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre häufiger werden, schrieb der Dienst. Nehme man als Vergleichszeitraum die Jahre 1850 bis 1900, sei die Temperatur im Juni in Europa im Schnitt sogar rund drei Grad höher gewesen.

Vier Grad über dem Wert des Zeitraums 1981 bis 2010

Die weltweite Durchschnittstemperatur lag in diesem Juni nach den Daten des Klimawandeldienstes um etwa 0,1 Grad höher als im bisherigen Rekordhaltermonat, dem Juni 2016. Dieser sei jedoch noch geprägt gewesen von einer langen El-Niño-Periode, einem Klimaphänomen, das Wärme in viele Teile der Welt bringt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der vergangene Monat auch hierzulande der wärmste und zudem sonnigste Juni seit Beginn flächendeckender Messungen.

In Deutschland war der Unterschied zum Juni-Normalwert demnach sogar noch größer als in Europa. Mit im Schnitt 19,8 Grad Celsius habe die Temperatur um 4,0 Grad über dem Wert des Zeitraums 1981 bis 2010 gelegen, teilte der DWD Ende Juni mit. Deutschland erwärmt sich generell schneller als die Erde im Durchschnitt.

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