Naturschutz

Spatz, Amsel und die anderen im Blick: Vogelzählung startet

Sie sitzen in Bäumen, watscheln über Wiesen, turnen an Ästen und flattern am Himmel: Die Welt der Vögel ist bunt. Bei der Zählaktion «Stunde der Gartenvögel» am Himmelfahrtswochenende machen inzwischen Zehntausende Vogelbeobachter in NRW mit.

dpa

Eine Amsel sitzt im Garten auf einem Blumenkasten. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Vogelzählaktion «Stunde der Gartenvögel» kann nach Einschätzung des Naturschutzbunds Nabu von der gestiegenen Sensibilität für Naturthemen profitieren. «Das Interesse für die Natur im Umfeld hat deutlich zugenommen», sagte Birgit Königs vom Nabu NRW. Die Naturschutzorganisation startet an diesem Donnerstag die 17. Zählung der Gartenvögel im Frühjahr. Bis zum 16. Mai geht es darum, eine Stunde lang Vögel zu sichten und die Höchstzahl der gleichzeitig beobachteten Vögel der verschiedenen Arten zu notieren. 2020 waren Spatz, Amsel und Kohlmeise am häufigsten.

Voriges Jahr machten mitten im Lockdown 23 000 Beobachter in NRW mit, das war eine Rekordzahl. In den Anfangsjahren hatten sich nur einige Tausend Vogelzähler beteiligt. «Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse», erklärte der Nabu. Diese Forschung für Jedermann wird «Citizen Science» genannt. Besondere Beachtung bekommen diesmal die Folgen des kalten Frühjahres für die Vogelwelt sowie das Blaumeisensterben, das sich aber gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt hat.

An vielen Meldungen über Beobachtungen in der Natur bemerkt der Nabu ein größeres Interesse: Wenn Rotkehlchen an ungewöhnlichen Orten brüten oder die Mauersegler sich wegen des kalten Frühjahrs verspäten, rufen besorgte Beobachter bei der Organisation an.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-581166/2

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