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Hochschulen

SPD: Frühjahr- und Herbstsemester statt Sommer- und Winter

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die SPD-Opposition fordert, Schul- und Semesterferien in Einklang zu bringen. Ziel sei es, auch in der Wissenschaft Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, erklärte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bastian Hartmann, am Donnerstag in Düsseldorf. «Bisher verlaufen die Schulferien und die vorlesungsfreien Zeiten an den Hochschulen allerdings nur selten synchron.» Viele Studierende, Professoren und andere Hochschulangehörige bringe das oft vor Betreuungsprobleme. Auch eine gemeinsame Sommerpause über Altersgruppen hinaus werde dadurch erschwert.

Von dpa

Studierende sitzen in einem Hörsaal einer Universität. Foto: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

In diesem Jahr werde das Missverhältnis wieder besonders deutlich: «Wenn der Vorlesungsbetrieb an den Hochschulen endet, sind die Schulferien bereits zur Hälfte vorüber», heißt es im Antrag, den die SPD am Mittwoch in den Landtag einbringen will. «Prüfungstermine zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit erschweren die Planung zusätzlich.» Auf dieses Problem habe auch das Elternnetzwerk der Ruhr-Universität Bochum Ende 2022 bereits mit einer Online-Petition an das NRW-Wissenschaftsministerium aufmerksam gemacht.

Die SPD schlägt daher vor: «Weg mit den Sommer- und Wintersemestern, hin zu Frühjahr- und Herbstsemestern!» Das Frühlingssemester könnte vom 1. März bis unmittelbar vor den Sommerferien laufen und das Herbstsemester vom 1. September bis Weihnachten - mit möglichen Unterbrechungsintervallen an Ostern und in den Herbstferien. Hartmann erinnerte die schwarz-grüne Landesregierung an ihren Koalitionsvertrag. Dort heißt es: «Wir verbessern die Inklusion, Diversität, Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Wissenschaft.»

Spielraum habe die Regierung. Zwar entscheide die Kultusministerkonferenz über die Schulferien in ganz Deutschland, allerdings legten die Wissenschaftsministerien der Länder im Benehmen mit den Hochschulen die Semesterzeiten fest, erläuterte Hartmann.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßte den Vorstoß. «Wenn man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst meint, ist dieser Schritt auch familienpolitisch notwendig», unterstrich die Landesvorsitzende Ayla Çelik in einer Mitteilung. Vor allem der häufige Start des Semesters in den Oster- und Herbstferien sei für viele Beschäftigte mit Kindern «eine enorme Belastung».

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