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Gesundheit

SPD kritisiert NRW-Maskenpflicht als «halbherzig»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die SPD-Opposition im Landtag hat die NRW-weite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus als halbherzig und unzureichend kritisiert. Die Maskenpflicht sei vernünftig und müsse auch für öffentliche Gebäude wie Schulen, Rathäuser und Gerichte gelten, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch.

dpa

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtages. Foto: Federico Gambarini

Es sei «völlig unverantwortlich», wenn Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine Maskenpflicht für die Schulen weiter ablehne. Dies führe zu der absurden Situation, dass die Schüler im Schulbus Masken aufziehen müssten und danach wegpacken könnten.

Kutschaty griff Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wegen dessen Vorstößen zu weiteren Lockerungen der Seuchenschutzmaßnahmen scharf an. «Das ist faktenfreies Regieren», sagte er. Zunächst müssten die Auswirkungen der bereits beschlossenen Lockerungen abgewartet werden.

Laschet komme es offenbar nur darauf an, sich von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abzusetzen. «Er ist kein verantwortungsvoller Teamspieler mehr», sagte Kutschaty. «Ich mache mir Sorgen um den Ruf des Landes NRW. Laschet löst gerade den Berliner Flughafen als Satireobjekt ab.»

Vom kommenden Montag an sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, hatte die Landesregierung am Mittwoch mitgeteilt. Kutschaty kritisierte auch, dass nun in der S-Bahn Masken getragen werden müssten, im IC aber nicht. «Es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept», sagte er.

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