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Internet-Kriminalität

Spionagesoftware im Landtag? Ermittlungen wegen Sabotage

Düsseldorf (dpa/lnw)

Nach einem mysteriösen IT-Vorfall im Düsseldorfer Landtag ermittelt die zuständige Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Staatsanwaltschaft Köln jetzt wegen Computersabotage. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur führt die Spur zu einer besonders tückischen Spionagesoftware. Der betroffene Grünen-Abgeordnete Martin Metz werde als Zeuge beziehungsweise Geschädigter geführt, sagte ein ZAC-Sprecher am Donnerstag. Wer hinter der Attacke stecken könnte, ist noch unbekannt.

Von dpa

Blick auf eine grün leuchtende Computertastatur. Foto: Alexander Prautzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der sichergestellte Laptop des Abgeordneten wird laut ZAC darauf untersucht, ob sich eine sogenannte Schadsoftware auf dem Rechner befindet oder befunden hat. Wie die dpa erfuhr, haben die Ermittler allerdings eine Software im Verdacht, die ihre eigenen Spuren verwischen kann. Der Nachweis könnte daher schwierig werden. Der ZAC-Sprecher betonte, die Auswertung des Rechners könne einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Software könnte ohne Wissen des Nutzers eine IP-Adresse angesprochen haben, die auf einer Warnliste des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steht. Es sei durchaus möglich, so die Staatsanwaltschaft, dass von außen auf den Rechner zugegriffen wurde. Ob Daten abgegriffen wurden, sei noch unklar.

Der Landtag hatte zunächst Ende September einen «kritischen Verbindungsversuch» zu der besagten IP-Adresse festgestellt. Die Schutzeinrichtung («Firewall») des Landtags hatte die Verbindung aber unterbunden. Als man den Vorfall unter die Lupe nahm, tauchte ein weiterer Fall auf, der zu dem Rechner des Grünen-Abgeordneten Metz führte.

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