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Gesundheit

Stamp dämpft Hoffnungen auf baldige komplette Kita-Öffnung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat Hoffnungen auf eine baldige vollständige Wiedereröffnung der Kitas im Land gedämpft. Eine weitere schrittweise Öffnung über die Notbetreuung hinaus dürfe «nur mit Augenmaß und verantwortungsvoll» erfolgen, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass es «in zwei bis drei Wochen wieder Vollauslastung» in den Kitas geben werde. «Das wird natürlich nicht passieren», betonte er. Es müsse weiterhin viel improvisiert werden.

dpa

Kommenden Montag werde allerdings die Notbetreuung auch auf Kinder von alleinerziehenden Berufstätigen ausgedehnt. NRW wolle bei der Öffnung einen «offensiven Weg gehen, sofern das irgendwie verantwortbar ist» und «Schritt für Schritt immer mehr Kinder wieder in die frühkindliche Bildung bringen», sagte Stamp.

Zudem lehnte der stellvertretende Ministerpräsident eine frühe Zusage weiterer beitragsfreier Kita-Monate wie in Bayern entschieden ab. «Ich werde nicht den Weg von Ministerpräsident Söder gehen.» Eltern in Bayern sollen für die kommenden drei Monate keine Kita-Gebühren bezahlen müssen, wenn die Einrichtungen wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Stamp sagte, eine solche Zusage auch in NRW wäre ja ein Signal, dass die Notbetreuung über Monate weitergehe. «Ich bin nicht bereit, jetzt schon die weiße Fahne zu hissen.»

Stamp deutete aber an, dass es im Fall länger andauernder Kita-Betretungsverbote auch in NRW Gespräche über die Elternbeiträge geben werde. In NRW sind bisher im April infolge der Corona-Krise die Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und Offenen Ganztag an Schulen (OGS) ausgesetzt.

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