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Fußball

Super-League-Gau: Röttgermann fordert erneut Reformen

Düsseldorf (dpa) - Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann mahnt erneut Reformen an, um die vorerst gescheiterte Super League dauerhaft zu verhindern. «Wir sollten nun die dadurch entstandene Diskussion nutzen, um Veränderungen herbeizuführen, damit solche Pläne niemals Realität werden», sagte Röttgermann der Deutschen Presse-Agentur. «Dass die Pläne zur Super League nun - vorerst - gescheitert sind, ist ein klares Zeichen des Fußballs. Das kann aber nur der erste Schritt sein.»

dpa

Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann spricht. Foto: Federico Gambarini

Der 60-Jährige forderte in dem Zusammenhang erneut eine andere Verteilung der TV-Gelder in Deutschland und eine Gehaltsobergrenze für Spieler. «Schon zu Beginn der Corona-Krise gab es ein Momentum für Veränderung. Den haben wir verpasst, nun sollten wir handeln», sagte der Vorstandschef des rheinischen Bundesliga-Absteigers weiter. «Wenn diese Top-Clubs derart abhängig von den Einnahmen der Super League sind, dann muss man sich die Frage stellen, warum das so ist.»

Zwölf europäische Spitzenclubs, darunter Manchester United und fünf weitere Premier-League-Vereine sowie Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese hätte in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union UEFA gestanden. Aus der Bundesliga hatte sich kein Club der Super League angeschlossen.

Nur rund 48 Stunden später zogen sich die englischen Clubs von dem Projekt nach heftigen Fan-Protesten und Widerstand aus Verbänden und der Politik wieder zurück. Die Super League gilt zunächst als gescheitert. Vor allem die extrem verschuldeten spanischen Top-Clubs Real Madrid und FC Barcelona halten sie aber weiterhin für notwendig.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-318982/2

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