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Konflikte

Terrorprozess gegen Kölner Demirci in Türkei wieder vertagt

Istanbul (dpa) - Der Prozess gegen den in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagten Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci ist nach einer kurzen Verhandlung in Istanbul erneut vertagt worden. Fortgesetzt werde er am 16. Juni, sagte Demirci der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Demirci (34), der für den Termin nicht aus Deutschland angereist war, hatte im Juni 2019 nach 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre die Türkei verlassen dürfen.

dpa

Demirci sagte, die erneute Vertagung des Prozesses belaste ihn sehr. Er versuche, in Deutschland in den Alltag zurückzufinden. Aber solange der Prozess weiterlaufe, der im November 2018 begonnen hatte, könne er mit der Haftzeit nicht vollständig abschließen.

Der Fall Demirci ist einer der prominentesten verbliebenen Fälle von Strafverfolgung gegen Deutsche in der Türkei. Demirci, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit hat, war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und anderen Angeklagten Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei vor. Die MLKP gilt in der Türkei als Terrororganisation. Demirci weist die Vorwürfe zurück.

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