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Jahreswechsel

Top-Gefährder im Visier: Experten-Einheit nimmt Arbeit auf

Potenzielle Terroristen sollen früher erkannt werden. Im Landeskriminalamt nimmt zum Jahresbeginn eine neue Experten-Einheit ihre Arbeit auf, die sich auf Top-Gefährder fokussiert.

dpa

Herbert Reul (CDU), Innenminister in Nordrhein-Westfalen, während einer Landtagssitzung im Plenarsaal. Foto: Christophe Gateau

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen will durch eine neue Struktur seine Terrorabwehr verbessern. Zum Jahresbeginn nimmt im Landeskriminalamt (LKA) eine neue Abteilung zur Überwachung der rund 30 gefährlichsten Islamisten ihre Arbeit auf. In NRW werden insgesamt knapp 300 Personen als islamistische Gefährder eingestuft.

Nach Angaben des NRW-Innenministeriums sollen für die neue Einheit etwa 250 Mitarbeiter aus anderen Abteilungen und Präsidien zusammengezogen werden. Bislang wurden die Fälle nach Wohnortprinzip bearbeitet. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will diese Arbeit nun aber bei den riskantesten Fällen zentralisieren und die Fachleute besser vernetzen.

In derselben Abteilung «Terrorismusbekämpfung» wird parallel zum sogenannten Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) des Bundes auch eine eigene Kooperationsplattform für alle relevanten Experten Nordrhein-Westfalens etabliert. In diesem GTAZ NRW sollen unter anderem Polizei, Verfassungsschutz, Staatsanwaltschaft und Zoll ihre Informationen über Gefährder zusammenführen, um früher auf Bedrohungen reagieren zu können.

Reul hatte kürzlich mit Blick auf das neue Jahr gewarnt: «Terrorismus ist die größte Gefahr.» Zu seiner modernisierten Sicherheitsarchitektur gehört auch eine «Task Force», die ebenfalls ihren Sitz im LKA haben wird. Sie soll mit vereinten Kräften von Polizei, Staatsanwälten und Steuerfahndern Terroristen und Mafia-Gruppen finanziell austrocknen.

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