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Vermisstenfälle

Über 300 Kinder unter 14 Jahren gelten in NRW als vermisst

Wiesbaden (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen gelten derzeit 318 Kinder unter 14 Jahren als vermisst. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden auf Anfrage mit. In den noch nicht geklärten Fällen seien neben Dauerausreißern auch Kindesentziehungen und unbegleitete Flüchtlingskinder erfasst, die aus ihren Unterkünften verschwunden seien.

Von dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Insgesamt sei der Anteil der Kinderschicksale, die auch nach längerer Zeit nicht geklärt werden könnten, sehr gering, hieß es vom BKA. Bundesweit gibt es laut Statistik mehr als 1600 vermisste Kinder. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW liegt bei der Anzahl der Vermissten auf Platz zwei hinter Bayern (348).

Mit einem Tag der vermissten Kinder soll an diesem Mittwoch über Möglichkeiten zur Vorsorge informiert werden. In Deutschland wird der Tag seit 2003 unter anderem von der «Initiative Vermisste Kinder» aufgegriffen.

Nach BKA-Angaben wurden in den vergangenen Jahren durchschnittlich etwa 15 700 Kinder und Jugendliche im Jahresverlauf als vermisst gemeldet. Die Aufklärungsquote liege bei etwa 97 Prozent. Wenn Kinder und Jugendliche verschwänden, gebe es dafür unterschiedliche Gründe wie etwa Probleme in der Schule oder mit den Eltern sowie Liebeskummer. Oder Eltern stritten sich um das Sorgerecht. Der älteste noch in der BKA-Datei enthaltene Vermisstenfall eines Kindes stammt aus dem Jahr 1964.

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