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Umfrage: Kita-Leitungen fühlen sich durch Arbeit belastet

Düsseldorf (dpa/lnw)

Zu wenig Personal und psychischer Druck führen einer Umfrage nach in nordrhein-westfälischen Kitas zu Überlastungen der Leiterinnen und Leiter. Blicke man auf die derzeitigen Arbeitsbedingungen verwundere dies nicht, hieß es vom Verband Bildung und Erziehung zum Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) am Mittwoch in Düsseldorf. So gaben 82 Prozent der befragten Kita-Leitungen an, sich durch ihre Tätigkeit psychisch belastet zu fühlen.

Von dpa

Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita im Flur. Foto: Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

Ein Grund dafür sei andauernder Personalmangel. Rund 60 Prozent der befragten Leiterinnen und Leiter in NRW gaben an, dass sie in den zurückliegenden zwölf Monaten zu gut einem Fünftel der Zeit mit einer Personalunterdeckung gearbeitet hatten - also mit weniger Kräften als nach Vorgaben zur Aufsichtspflicht vorgeschrieben. Im Jahr zuvor waren es noch 40 Prozent.

Das fehlende Personal sorge für eine enorme Arbeitsbelastung und führe zu höheren Fehlzeiten und Krankschreibungen. Fast jede dritte Kitaleitung ist der Umfrage nach in den vergangenen 12 Monaten bis zu 20 Tage zur Arbeit gegangen, obwohl sie sich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig gefühlt hat. Als Grund hierfür nannten 91 Prozent das Bedürfnis, ihr Team nicht im Stich lassen zu wollen.

«Diese Entwicklung ist alarmierend. Angemessene Arbeitsbedingungen sehen anders aus», sagte Anne Deimel, stellvertretende Vorsitzende des VBE NRW. Bei gesundheitsfördernden Maßnahmen würden sich die meisten Kita-Leitungen alleingelassen fühlen.

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