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Umweltamt: Geschützte Greifvögel sind vergiftet worden

Paderborn (dpa/lnw)

Die drei im vergangenen Jahr im Kreis Paderborn tot aufgefundenen Greifvögel sind vergiftet worden. Labortechnische Untersuchungen hätten den Verdacht bestätigt, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Bei den Tieren handele es sich um zwei Rotmilane und einen Mäusebussard, die in den Regionen Lichtenau und Fürstenberg gefunden worden waren. «Beide Vogelarten gehörten zu den streng geschützten Tieren: Es ist verboten ihnen nachzustellen, sie zu verletzen oder zu töten. Wir werden daher jeden Vorfall dieser Art der Staatsanwaltschaft melden», sagte Klaus Kasmann, Leiter des Amtes für Umwelt, Natur und Klimaschutzes des Kreises Paderborn.

Von dpa

Über die Vergiftung der drei Greifvögel mit dem Pflanzenschutzmittel Carbofuran sei die Staatsanwaltschaft Paderborn unterrichtet worden. Das Pestizid sei hierzulande verboten, hieß es weiter. Gleichwohl werde es häufig von Wilderern zur Präparierung von Fleischstücken benutzt und als Köder für aasfressende Greifvögel ausgelegt.

Das Kreisumweltamt bittet Spaziergänger besonders achtsam zu sein und den Fund toter Greifvögel sowie ausliegender Fleischköder den Behörden zu melden.

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