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Duisburg

Unbeteiligter Mann bei mutmaßlichem Autorennen verletzt

Duisburg (dpa/lnw)

Bei einem mutmaßlichen Autorennen in Duisburg ist ein unbeteiligter Passant verletzt worden. Der 85-Jährige sei am Freitagabend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zeugen hätten berichtet, wie zwei Autos mit einem sogenannten Kickdown ihr illegales Rennen auf einer Straße gestartet hatten. Als sie auf eine Kreuzung zurasten, überquerte der Senior, der sein Rad schob, die Fahrbahn.

Von dpa

Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der 24 Jahre alte Fahrer des einen Wagens bremste stark ab, so dass das Heck des Autos ins Schleudern geriet, das Fahrrad des 85-Jährigen traf und den Mann zu Boden riss. Während der andere Wagen weiterfuhr, habe der 24-Jährige angehalten. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass sein Führerschein zur Einziehung ausgeschrieben war. Zudem fiel den Angaben zufolge ein Drogentest positiv auf Amphetamin aus - und im Auto des Mannes wurden Betäubungsmittel gefunden. Diese und der Wagen wurden sichergestellt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an, zumal es widersprüchliche Aussagen zur Ampelschaltung gebe, hieß es.

Am Freitag hatte es in Duisburg einen Schwerpunkteinsatz der Polizei zur Bekämpfung der Raser-, Poser- und illegalen Tuningszene gegeben. «Man muss jederzeit mit uns rechnen», sagte Hauptkommissar Frank Müller, Leiter der Verkehrsinspektion. Die Bilanz des Großeinsatzes: 230 Autofahrer waren zu schnell, zehnmal erlosch die Betriebserlaubnis, ein Fahrer war ohne Führerschein unterwegs, zwei Wagen kamen wegen illegalen Tunings an den Abschlepphaken, 46 Verwarnungsgelder wurden erhoben und 27 weitere Anzeigen, etwa wegen Handy- oder Rotlichtverstößen, geschrieben.

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