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Uniper streicht Ingenieurssparte zusammen: Personalabbau

Düsseldorf (dpa)

Der Energiekonzern Uniper will seine Ingenieurssparte mit 1100 Mitarbeitenden drastisch verkleinern. Die Umstrukturierung werde mit «einem erheblichen Personalabbau einschließlich der Trennung von einzelnen Geschäftsaktivitäten verbunden» sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Insgesamt hat Uniper 11.000 Beschäftigte.

Von dpa

Dampf steigt aus dem Kohlekraftes Datteln 4 des Betreibers Uniper auf. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE sprachen von einem Kahlschlag. Allein in Gelsenkirchen seien weit mehr als 600 Arbeitsplätze direkt betroffen. Darüber hinaus sollten weitere zahlreiche Jobs in Auslandsgesellschaften und in Zulieferbereichen gestrichen werden. Ein Uniper-Sprecher sagte, von den 1100 Mitarbeitern könnten etwa zwei Drittel von Schließungen oder einem Verkauf betroffen sein.

Der Vorsitzenden des Uniper-Konzernbetriebsrats, Harald Seegatz, verwies darauf, dass mit dem Uniper-Mehrheitsaktionär Fortum ein Kündigungsschutz bis 2026 vereinbart worden sei. Jetzt müsse geklärt werden, wie diese Zusage umgesetzt werden solle.

Uniper begründete den geplanten Stellenabbau mit der schlechten Geschäftsentwicklung der Ingenieurssparte. Sie sei in der derzeitigen Aufstellung nicht in der Lage, die strategischen und kommerziellen Erwartungen zu erfüllen. Der Engineering-Bereich solle sich künftig auf den Betrieb der eigenen Anlagen und die Wachstumsschwerpunkte Dekarbonisierung und grüne Kundenlösungen konzentrieren. Das Dienstleistungsgeschäft für Dritte in der konventionellen Stromerzeugung werde eingestellt.

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