1. www.wn.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Untreue-Verdacht: Durchsuchungen bei Stadt Iserlohn

  6. >

Kommunen

Untreue-Verdacht: Durchsuchungen bei Stadt Iserlohn

Auch beim Bürgermeister von Iserlohn klingelten die Ermittler. Untreue-Verdacht. Auslöser dafür ist eine Abfindung an einen Ex-Mitarbeiter. Der Bürgermeister weist die Vorwürfe zurück.

dpa

Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht auf dem Dach. Foto: Rolf Vennenbernd

Iserlohn (dpa/lnw) - Räume der Stadtverwaltung Iserlohn und mehrere Privatwohnungen sind am Dienstag wegen Untreue-Verdachts durchsucht worden. Gegen den Iserlohner Bürgermeister, den Kämmerer und weitere Mitarbeiter der Verwaltung werde wegen des Verdachts der Untreue in einem besonders schweren Fall ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Hagen mit. Hintergrund sei die Zahlung einer Abfindung in Höhe von 250 000 Euro an einen früheren Mitarbeiter der Stadt im Sauerland.

Bürgermeister Peter Paul Ahrens (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass er den Vorwurf einer Veruntreuung zurückweise. Er bestätigte, dass der Mitarbeiter im Januar 250 000 Euro als Abfindung erhalten habe. Das sei zwar eine sehr hohe Summe, habe aber nichts mit Veruntreuung zu tun.

Auch in seiner Wohnung seien die Ermittler gewesen und hätten seinen Rechner und ein Handy mitgenommen. Er beabsichtige nicht zurückzutreten, wie bereits öffentlich spekuliert werde - trotz eines aktuellen «Shitstorms», wie er es sagte.

Ahrens betonte, er sehe kein schuldhaftes Verhalten. Die Strafanzeige einer Wählergemeinschaft habe das Verfahren ins Rollen gebracht. Der SPD-Politiker war 2015 wiedergewählt worden.

Startseite