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Kriminalität

Verfahren gegen Ärzte im Krankenhaus in Bethel eingestellt

Bielefeld (dpa/lnw) - Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat das Verfahren gegen einen Geschäftsführer und zwei leitende Ärzte eines Krankenhauses in Bielefeld-Bethel eingestellt. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Moritz Kutkuhn, am Freitag. Nach Abschluss der Ermittlungen seien Verstöße gegen die Sorgfaltspflicht beziehungsweise eine Körperverletzung durch Unterlassung nicht sicher festgestellt worden, sagte Kutkuhn. Zuvor hatte mehrere Medien berichtet.

dpa

Blick auf den Eingang des evangelischen Klinikums Bethel. Foto: Friso Gentsch

Den drei Verantwortlichen des Evangelischen Klinikums Bethel war mangelnde Sorgfaltspflicht vorgeworfen worden, weil sie Hinweisen auf mögliche Vergewaltigungen durch einen Assistenzarzt der Klinik nicht nachgegangen sein sollen. Der Arzt soll mehrere Patientinnen betäubt und anschließend vergewaltigt haben. Seine Taten hatte er teilweise auf Video gefilmt. Nach seiner Festnahme im Herbst 2020 hatte sich der beschuldigte Arzt in der Untersuchungshaft das Leben genommen.

Opferanwälte und Feministinnen kritisierten die Einstellung des Verfahrens gegen die Verantwortlichen des Klinikums.

© dpa-infocom, dpa:210521-99-688970/3

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