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Volksfeste: Rheinkirmes abgesagt, Cranger Kirmes ungewiss

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat jetzt der erste Veranstalter eines Volksfestes die Reißleine für 2021 gezogen: Die Rheinkirmes Mitte Juli sei «Schlicht nicht planbar». Andere Orte in NRW rechnen mit deutlich weniger Gästen, sagen aber noch nicht ab.

dpa

Menschen laufen zwischen den Attraktionen der Rheinkirmes entlang. Foto: Jana Bauch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Veranstalter und die Stadt Düsseldorf haben die Absage der traditionellen Rheinkirmes im Sommer bestätigt. Grund sei die weiterhin unklare Pandemie-Lage und die daraus resultierende fehlende Planungssicherheit, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung.

«Trotz der Hilfen, die die Stadt Düsseldorf angeboten hatte, können wir uns in diesen Pandemiezeiten und angesichts voller Intensivstationen und eines verschärften Lockdowns bis mindestens 30. Juni eine solche Großveranstaltung ab Mitte Juli nicht vorstellen. Das ist schlicht nicht planbar», sagten die Veranstalter.

Das Schützenfest samt Kirmes hätte vom 16. bis 25. Juli stattfinden sollen. Zur Rheinkirmes kommen normalerweise bis zu vier Millionen Besucher. Bereits 2020 war das Fest wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Die Veranstalter - die St. Sebastianus-Schützen - hatten sich im März mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) darauf verständigt, Ende April eine Entscheidung über 2021 zu treffen.

Achterbahnen, Knabbern von gebrannten Mandeln - die Schausteller in NRW hoffen noch. Aber bei den Planungen sind die Veranstalter in der Corona-Krise zurückhaltend. Dass zur Cranger-Kirmes in diesem Jahr keine drei Millionen Besucher kommen werden wie vor der Corona-Zeit, sei in Herne kein Geheimnis, sagt ein Sprecher der Stadt. Trotzdem gilt dort noch die Regel «Vor der Kirmes ist nach der Kirmes». In Herne habe man schon längst mit den Vorbereitungen für das Volksfest begonnen. Wie es in diesem Jahr letztlich ausgehen soll, möchte der Veranstalter in den kommenden Tagen bekannt geben. Denkbar wäre ein Alternativformat, sagt der Sprecher.

Der Send in Münster findet dreimal im Jahr statt. Die Ausgabe für das Frühjahr wurde abgesagt. Die Termine im Juli und Oktober aber stehen noch. Die Allerheiligenkirmes (1. November) in Soest verteilt sich über die ganze Altstadt. Deshalb ist es auch nicht möglich, mit Tests oder Personenbeschränkungen das Fest zu organisieren. Bislang haben sich auf die 450 verfügbaren Plätze etwa 1300 Schausteller beworben. «Im Moment arbeiten wir so, dass im Falle einer Möglichkeit die Durchführung stattfinden kann», sagt eine Sprecherin der Stadt.

Das Libori-Fest in Paderborn findet traditionell Ende Juli bis Anfang August statt. Das Kirchen- und Volksfest zog vor Corona rund 1,5 Millionen Besucher an. Abgesagt ist es bislang noch nicht. «Inzwischen laufen im Paderborner Stadtmarketing Planungen für kleinere alternative Veranstaltungsformate. Im Mai sollen diese Planungen dem Fachausschuss des Rates vorgestellt werden», erklärt ein Sprecher der Stadt.

© dpa-infocom, dpa:210427-99-369857/3

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